Frankreichs Ziel im Hinblick auf COVID-19-Impfstoffspenden erfüllt und übertroffen

Vor einem Jahr sagte der französische Staatspräsident der Spende von 120 Millionen Impfstoffdosen gegen COVID-19 zu, um die Impfkampagnen in den Ländern des Globalen Südens zu unterstützen. Im August 2022 hat Frankreich dieses Ziel erreicht und mit 124 Millionen gespendeten Impfdosen, von denen knapp 80 Millionen bereits vor Ort eingetroffen sind, sogar übertroffen.

Frankreich spendete als erstes Land bereits im April 2021 Impfstoffe über die COVAX-Fazilität. Heute ist Frankreich das drittgrößte Geberland nach den USA und Deutschland. Frankreichs Entscheidung für die COVAX-Fazilität – ein multilateraler Kanal, an dem die Impfallianz Gavi und UNICEF beteiligt sind – entspricht dem Wunsch, die Impfstoffe entsprechend der von der WHO festgelegten zweckmäßigen und gerechten Kriterien weltweit und effizient zu verteilen.

Vor diesem Hintergrund hat sich Frankreich bei seiner Abgabe von Impfstoffdosen auf die am stärksten gefährdeten Länder mit schwachen Gesundheitssystemen konzentriert. Dabei geht es insbesondere um afrikanische Länder und stark bevölkerte Länder mit großem Bedarf. So haben wir 45 Millionen Dosen (sprich knapp 50 Prozent unserer Spenden) an Ländern in Afrika und 40 Prozent an Länder in Süd- und Südostasien gespendet.

Die Abgabe von Impfdosen ist zwar wichtig, die Durchimpfung der Bevölkerung aber umso mehr. Aus diesem Grund ist Frankreich bereits sehr früh aktiv geworden, um die Impfkampagnen vor Ort zu unterstützen, beispielsweise durch die Einrichtung einer besonderen Partnerschaft mit UNICEF sowie verschiedene Projekte der französischen Entwicklungsagentur (AFD). Die in Höhe von 25 Millionen Euro finanzierten Maßnahmen werden in mehreren afrikanischen Ländern durchgeführt und sollen der Bevölkerung Zugang zu Impfstoffen verschaffen und Falschinformationen im Hinblick auf die Coronapandemie bekämpfen.

Was ist COVAX?

Die COVAX-Fazilität, an der internationale Partner wie die Impfallianz Gavi und UNICEF beteiligt sind, wird seit ihrer Gründung im April 2020 von Frankreich und seinen europäischen Partnern unterstützt. Sie dient der Entwicklung und Herstellung von sicheren COVID-19-Impfstoffen und soll anhand der Organisation des Erwerbs und der Lieferung dieser ermöglichen, dass Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen im Rahmen von effizienten und fairen globalen Zuweisungen, die von der WHO bestätigt werden, einen gleichberechtigten Zugang erhalten. Sie dient ebenfalls der Unterstützung von Ländern mit höherem Einkommen, die die Fazilität nutzen wollen, um Vakzine für sich selbst zu erwerben (sogenannte selbstfinanzierte Länder).

Zuletzt aktualisiert am: 29. September 2022